Clickertraining mit Hund und Pferd

 

Das Clickertraining wurde ursprünglich im Training mit Delfinen genutzt bevor es auch bei uns in der Arbeit mit Haustieren populär wurde.

Delfine lassen sich nicht mit Druck und Strafe trainieren, so wie es viele Jahre lang mit Hunden und Pferden gemacht wurde. Daher war man darauf angewiesen eine Trainingsmethode zu finden, die ausschließlich auf positiver Verstärkung beruht.

 

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts experimentierte der russische Forscher Ivan Pawlow mit Zwingerhunden um die sogenannte klassische Konditionierung nach zu weisen.

Während den Hunden Futter gegeben wurde, erklang immer wieder ein Signal mit einer Glocke. Nach kurzer Zeit reagierten die Hunde auf das Signal der Glocke mit Speichelfluss in Erwartung des Futters, ohne das dieses auch nur in der Nähe war.

 

Beim Clickertraining wird nun auch ein zunächst völlig unbedeutendes Geräusch (der Click) durch klassische Konditionierung zu einer Belohnung. D.h. der Clicker an sich – ohne das Tier darauf konditioniert zu haben -  ist keine Belohnung. Nur in Verbindung mit dem richtigen Training kann der Clicker als sekundärer Verstärker erfolgreich genutzt werden.

 

Wozu Clickertraining?

 

Beim Clickertraining gibt es weder Strafen, noch „Dominanzbeziehungen“. Bei dieser Art des Trainings erhält das Tier ausschließlich positives oder kein Feedback auf sein Verhalten. Außerdem ermöglicht die Belohnung mit dem „click“ eine ganz klare und unmißverständliche Kommunikation. Jedes Lebewesen, Mensch wie Tier, zeigt vermehrt ein Verhalten, dass sich lohnt.

Beim Clickertraining arbeitet das Tier außerdem aktiv mit. D.h., es bewegt nicht nur seinen Körper, sondern es „denkt“ mit. Ein so geformtes Verhalten wird viel schneller und nachhaltiger gelernt, als welches, das vom Menschen vorgedacht wurde.

 

Das was wir selbst als Lösung erarbeitet haben, bleibt besser und länger in unserem Gedächtnis!